Nachruf Helmut Kyas  -

Er blieb bis ins hohe Alter dem Sport eng verbunden und sein Herz schlug stets für den MTV Bad Bevensen, dessen Vorsitzender er 33 Jahre lang war.
Am 16. Februar ist Helmut im Alter von 90 Jahren gestorben.

Der MTV Bad Bevensen trauert um Helmut. „Sein verdienstvolles Wirken wird immer einen Ehrenplatz in unserer Vereinshistorie behalten und wir werden noch lange an ihn denken“, heißt es aus dem Verein. In Gedanken sei man auch bei den Hinterbliebenen.

Helmut wurde am 6. April 1935 in Langensalza in Thüringen geboren. Seit 1949 war Bevensen seine Heimat. Beruflich unterrichtete er als Studiendirektor am Herzog-Ernst-Gymnasium in Uelzen. Neben dem Sport begeisterte ihn auch die Musik; leidenschaftlich gerne spielte er Bratsche.

Im März 1953 trat Helmut gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Günter in den MTV ein. Für Helmut begann damit eine lebenslange Verbundenheit mit dem Verein. Viele Jahre waren beide als erfolgreiche Handballer und Turner aktiv. Helmut blieb bis ins hohe Alter ein ausgezeichneter Turner. Darüber hinaus war er bundesweit als Kampfrichter im Einsatz. Im Turnkreis Uelzen übernahm er über lange Zeit Verantwortung als Oberturnwart.

Bereits 1963 wurde Helmut in den Vorstand des MTV gewählt, 1968 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden. Dieses Amt führte er 33 Jahre lang bis 2001. In dieser Zeit wuchs der Verein auf mehr als 1.600 Mitglieder an. Kaum eine Vereinsveranstaltung fand ohne seine organisatorische Unterstützung oder tatkräftige Mithilfe statt. Darüber hinaus brachte er seine Expertise als beratendes Mitglied in die Sportausschüsse der Stadt Bad Bevensen sowie beim Landessportbund ein.

Zahlreiche Ehrungen würdigten sein Engagement. Höhepunkt war 1999 die Verleihung der Niedersächsischen Sportmedaille, der höchsten sportlichen Auszeichnung des Landes Niedersachsen.

Eine besondere Bedeutung hatte für ihn das Deutsche Sportabzeichen. Noch im Jahr 2023 legte er es zum 70. Mal in Gold ab – eine Leistung, die bis heute im Landkreis Uelzen keinem anderen gelungen ist.

Als letztes und größtes Projekt seiner Amtszeit initiierte und plante er federführend den Bau des heutigen MTV-Sportzentrums. Am 8. Mai 2001 setzte er selbst den ersten Spatenstich.
Bis zur feierlichen Eröffnung im Januar 2002 leistete Helmut 558 ehrenamtliche Arbeitsstunden auf der Baustelle – mit großem Abstand die meisten unter allen Helferinnen und Helfern.